Ankommen bedeutet, den Ort zu finden, an dem man sich richtig fühlt: ohne Angst, ohne das Stigma eines Anders-Seins, aufgehoben, geborgen und mit der Hoffnung, dazu zu gehören. Trifft dies für uns Alle zu? Haben wir den Ort, die Menschen, die Möglichkeiten, den Frieden im Außen und Inneren gefunden? Ein brandaktuelles Thema, damals und heute.
Foto: Christina Gotz
Am Beispiel L. van Beethovens wird erkennbar, wie ein genialer Mensch dem Leid seiner Ertaubung und dem ohnmächtigen Gefühl innerer Vereinsamung ausgeliefert ist.
Seinem Schüler F. Ries vertraut er sich an: “… es fehlte wenig, und ich endigte mein Leben – nur sie die Kunst, sie hielt mich zurück.“ Seine 6. Sinfonie „Pastorale“ scheint purer Ausdruck dafür: Schmerz und Trost zugleich. Diese über 200 Jahre alte Musik neu zu hören, deren Aktualität HEUTE zu begreifen und eine persönliche künstlerische Antwort dazu anzubieten, ist das Anliegen dieses Projektes.
Foto: Bluescreen
So entsteht mit drei Ensembles eine gemeinsame Geschichte:
das Hamburger Kammerballett (Ltg: E. Revazov, I. Rohlfs, Hamburg) entwickelt durch die 5 Sätze dieser Sinfonie hindurch einen choreographischen Erzählfaden;
das inklusive Impro-Ensemble BlueScreen (Ltg: J. Fried, Oldenburg) verdichtet diese Momente durch eigene Improvisationen.
Eine Einladung an uns Alle, Musik anders zu erleben, neu zu verstehen, anzukommen.
Christiane Joost-Plate Gesamtleitung des Projektes „Ankommen“