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Das Blau das blieb - Die Geschichte des Blauschimmel Ateliers

Unten findest du den Link zum Film und einen Bericht unserer FSJlerin!

 

Weißt du, wie das Blauschimmel Atelier damals entstanden ist? Oder was Blaue Kunst eigentlich genau ist? Wer hat das Blauschimmel Atelier mit aufgebaut? Wie sahen damals die ersten Aufführungen und Projekte aus? 

 

Dieses Projekt ist ein Herzensstück - Es beleuchtet die Vergangenheit des Blauschimmel Ateliers und zeigt, was alles möglich ist, wenn man für etwas brennt. In dem Film erzählen Ute Bommersheim, Jochen Fried und Jörg Kowollik euch ihre Geschichten. 

 

In dem Film werden viele Fotos und Videos von damals gezeigt, von 1998 bis 2009 und vieles mehr! 

 

Anschließend werden im Film auch viele persönliche Fragen gestellt sowie Tipps für junge Künstler*innen gegeben - ein Projekt welches viel Mut und Inspiration schenkt. 

 

Ein FSJ Projekt zum Thema Erinnerungskultur von Tomke Jordis Wiese

 

Dieser Film wurde am 04.07. und 05.07. live in der Blauschimmel Halle gezeigt.

Erscheinung im Blumenfeld
Ameisenband

"Ich wollte als Projekt etwas nachhaltiges machen, etwas, was bleibt, worauf Leute zurückschauen können und bestenfalls was dazulernen können. Mir war bewusst, dass es viel Arbeit war – damals war ich nicht sicher, ob ich nicht einfach einen Theaterworkshop machen wollte. Doch aus Sorge, das dieser nicht besucht wird und ich diese Motivation verspürt habe, etwas Großes für unseren Verein zu tun, habe ich mich für den Film entschieden.


 

Die Idee entstand nach einer offenen Bühne bei der ich mich mit ein paar älteren Mitgliedern gut unterhalten habe. Zwei von ihnen, Ute Bommersheim und Jochen Fried sind auch heute noch dabei. Sie erzählten von alten Zeiten, über großartige Projekte, Theateraufführungen mit Großmasken, Ausflügen und wo sie schon überall gespielt haben...meine Augen haben gestrahlt. Ich wusste das alles noch nicht und war begeistert. Eine Woche später habe ich in den Archiven gestöbert, in welchen Fotos und Videos ab 1999 waren. Die Aufnahmen haben mich so fasziniert, ich hatte mich gefragt, wieso diese nirgendwo öffentlich zu finden waren.


 

Also bekam ich die Inspiration, diesen Film zu drehen – ich habe Interviews geführt, Bilder und Videos rausgesucht, dann den Film geschnitten und anschließend an einem Wochenende präsentiert. Die ganze Umsetzung hat ca. 8 Monate gedauert. Förderantrag schreiben, Termine für die Interviews finden...Eine klare Vorstellung von diesem Projekt zu bekommen war besonders schwierig, weil ich so viel machen wollte. Denn ich habe auch für die Aufführung aufbauen und dekorieren müssen. Wie gestalte ich es? Wie viele sollten mir helfen? Was finde ich alles an Masken und Dekorationen? Wo soll die Leinwand hängen? Wie lange dauert das ganze? Und überhaupt: Schaffe ich es, bis zum Aufführungstermin den Film fertig zu schneiden?

Tomke beim Film schneiden
Tomke mit Ameisenmaske

Dieses Jahr und diese Projektphase war wohl eine meiner bisher stressigsten Zeiten in meinem Leben. Da ich durch das Blauschimmel Atelier viele andere Veranstaltungen hatte und ich viel mitgemacht hab und eingebunden war, war das Zeitmanagement eine echte Herausforderung. Privat habe ich auch noch Theater gespielt und hatte einen halben Monat vor der Filmpremiere drei Aufführungen. Einmal hatte ich sogar eine Aufführung vom Theater und musste danach direkt zu einer Generalprobe von BlueScreen...


 

Trotz allem habe ich es geschafft und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch wenn das Schneideprogramm manchmal technische Schwierigkeiten hatte und sich manche Videos und Fotos verschoben hatten und ich sie immer wieder zurückschieben musste… Zwei Tage vor der Premiere habe ich den Film fertig geschnitten. Dann musste ich noch Snacks und Getränke einkaufen und einen Tag vorher hatte ich mit anderen, lieben helfenden Händen aufgebaut.


 

Ich schrieb noch eine Danksagung, da die Hauptakteure bei der Premiere natürlich auch erschienen sind. Meine Nerven lagen blank an dem Tag. Ich war so aufgeregt wie schon lange nicht mehr, obwohl ich ja so viele Aufführungen in letzter Zeit hatte; doch dies war was anderes. Die Menschen kamen nur wegen mir und meiner Produktion. Es lag an mir, wie sich die Leute am Ende fühlten, es lag an mir, den Abend schön zu gestalten.

Jochen, Ute, Tomke und Jörg (von links) bei der Filmpremiere
Jessica und Tomke mit Blumenvergabe

Und es lief wunderbar. Jede*r war begeistert, es war emotional und ich habe sehr viel und auch hohes Lob bekommen – mein Film wurde als Meilenstein der Blauschimmel-Geschichte beschrieben, als etwas, auf das man in zehn Jahren zurückschauen könnte. Ich habe laut Feedback ein Denkmal gesetzt, was mich sehr berührt hatte. Genau das war mein Ziel. Ich wollte etwas erschaffen, was einen Fußabdruck hinterlässt und für die Zukunft des Blauschimmel Ateliers wichtig sein kann. Denn durch diesen Film kann man viel über das Atelier lernen – und nicht nur das, sondern man erfährt auch über das Leben der drei Menschen, die ich interviewt habe.


 

Mir wurde ebenfalls gesagt, dass ich den Film in der Uni zeigen soll. Denn er ist nicht nur eine Dokumentation, sondern er gibt auch einen Ausblick und schenkt Hoffnung für junge Leute, besonders junge Künstler*innen jeder Art. Er soll motivieren und Inspiration für das Leben geben. Und ich glaube, das habe ich ganz gut geschafft. Danke an alle, die mich auf den Weg begleitet und unterstützt haben!"

 

 

- Tomke Jordis Wiese, FSJlerin des Blauschimmel Ateliers 2025/2026

 

 

Kamel Maske "Aladdin"
Feuer des Mars
Zauberlehrling

 

 

 

 

 

 

Dieses Projekt wurde gefördert durch

LKJ Niedersachsen
Niedersächsische Sparkasse